Historie

Die Hirsch-Apotheke versorgt Lüdenscheider Bevölkerung seit über 120 Jahren mit Arzneimitteln Es war im November 1898, als der Apotheker Heinrich Stübe senior aus Rostock
„dem hochgeehrten Publikum von Lüdenscheid und Umgegend“ die Eröffnung der Hirsch-Apotheke in der Knapper Straße anzeigte. Heute wird der Apothekenbetrieb in vierter Generation von seinem Urenkel, Apotheker und Dipl.-Kaufmann Wolfgang Scholz, fortgeführt. Es waren bewegte Jahre, die das mit der Gründung neu erbaute Apothekenhaus, damals für 170.000 Mark errichtet und eine Apotheke und eine Drogerie beherbergend, gesehen hat, beginnend in der Blüte der Kaiserzeit um 1900 bis hin in unsere Jahre des wiedervereinigten, aktuell einmal mehr von wirtschaftlicher Krise bedrohten Deutschlands. 1933 hatte Apotheker Heinrich Stübe junior die Apotheke vom damals verstorbenen Vater und Gründer übernommen und den Betrieb durch die Wirren der Hitlerzeit hindurch bis in die 50er-Jahre geführt. Aus den täglichen, überaus genauen Aufzeichnungen der Verordnungen und Defekturen ist allerdings ersichtlich, dass selbst in den letzten Monaten des 2. Weltkrieges täglich beeindruckend viele Arzneimittel in der Apotheke hergestellt wurden. 1953 wurde die Apotheke durch den kompletten Umbau der Apothekenräume und den Wegfall der Drogerie „neuzeitlich und modern“ umgestaltet, so dass sie auf den beginnenden Nachkriegsboom in der alten Bundesrepublik bestens vorbereitet war. In diesem „Gewande“, das heute, 55 Jahre später, von vielen Kunden der Apotheke wiederum als wohltuend traditionell und klassisch empfunden wird, präsentiert sich die Apotheke auch heute. 1955 übernahm Apotheker Walter Scholz, seit 1946 verheiratet mit der Tochter von Heinrich Stübe, Eva-Maria, die Apotheke, zunächst als Pächter und 1974 als Besitzer. Nach seinem Tode im Jahr 2001 ging diese dann auf seinen Sohn, Wolfgang Scholz, über. Die Versorgung der Bevölkerung stand entsprechend dem gesetzlichen Auftrag der öffentlichen Apotheke über alle Generationen stets im Mittelpunkt. Dabei wurde von allen Apothekeninhabern immer besonderer Wert darauf gelegt, eng mit den verordnenden Ärzten zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten, um den Behandlungserfolg für die Patienten bestmöglich sicherzustellen, sei es durch individuell hergestellte Rezepturen, die Hilfe bei der Auswahl von speziellen Arzneimitteln, z.B. bei Allergien oder Wechselwirkungen, oder die Beratung der Patienten hinsichtlich der korrekten Einnahme der verordneten Medikamente.